Raymond Chandler

Der amerikanische Krimi-Autor Raymond Chandler schuf mit Philip Marlowe das Urbild des Privatdetektivs, des Schnüfflers, der von der Polizei mißachtet und doch so sehr gebraucht wird.

Marlowe ist immer im Dienst, er lebt für die Drecksarbeit, die er für die Wahrheitsfindung leisten muss, für eine Gerechtigkeit, die nicht immer mit den Gesetzen im Einklang steht. Seine spärlichen Mußestunden widmet er einem guten Drink, guten Frauen oder – einer guten Schachpartie.

Die meisten von Chandlers sieben Marlowe-Romane enthalten Passagen mit Schachmotiven; mitunter dient Marlowe das Schachspiel zur Reflexion über seine aktuellen Fälle.

 

Der große Schlaf (The Big Sleep, 1939)

 

Ich ging zur Stehlampe und zog die Kordel, knipste dann die Deckenbeleuchtung aus und ging zurück durchs Zimmer zum Schachbrett auf dem Kartentisch unter der Lampe. Auf dem Brett war eine Partie aufgestellt. Matt in sechs Zügen. Ich konnte sie nicht lösen, wie so viele meiner Probleme. Ich beugte mich nieder und bewegte einen Springer, legte dann Hut und Mantel ab und warf sie irgendwohin. (S.134)

 

Ich blickte nieder aufs Schachbrett. Der Zug mit dem Springer war falsch. Ich stellte ihn dorthin zurück, von wo ich ihn weggenommen hatte. Edle Springer hatten keinen Sinn in dieser Partie. Es war kein königliches Spiel. (S.136)

 

[…] dies hier war mein Zimmer, in dem ich wohnte. Es war alles, was ich an Zuhause hatte. In ihm waren sämtliche Dinge, die mir gehörten, die eine Bedeutung für mich hatten, eine Vergangenheit, alles was mir eine Familie ersetzte. Nicht viel; ein paar Bücher, Bilder, Radio, Schachfiguren, alte Briefe, dies und das. Nichts. An ihnen hingen alle meine Erinnerungen. (S.138)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Der große Schlaf / neu übersetzt von Gunar Ortlepp, Zürich: Diogenes 1984]

 

 

Das hohe Fenster (The High Window, 1942)

 

Die Schachfiguren aus weißem und rotem Bein waren angriffsbereit aufmarschiert und sahen scharf, tüchtig und schwierig aus wie immer bei Beginn eines Spiels. Es war zehn Uhr abends, ich saß zu Hause in meiner Wohnung, hatte eine Pfeife im Mund, ein Glas Whisky neben mir und nichts weiter auf dem Herzen als zwei Morde und das Rätsel, wie Mrs. Elizabeth Bright Murdock ihre Brasher-Dublone zurückbekommen hatte.

Ich schlug das kleine broschierte Buch auf, in dem die Leipziger turnierspiele standen, fand ein einigermaßen aufregend aussehendes Königinnenspiel, rückte den weißen Bauern auf das vierte Feld vor die Königin und – die Türglocke schlug an. (S.80)

 

Ich saß jetzt am Schachtisch.

„Sie spielen wohl viel Schach?“ fragte er mit einem Blick auf die Figuren.

„Nein, viel nicht. Gelegentlich stümpere ich an einem Spiel herum – wenn ich über etwas nachdenke.“

„Gehören nicht zwei zum Schachspiel?“

„Ich spiele Turnierspiele nach, die aufgezeichnet und veröffentlicht worden sind. Es gibt eine ganze Literatur über Schach. Ab und zu arbeite ich einmal ein Problem aus. Streng genommen, kein Schachproblem. Warum sprechen wir eigentlich über Schach? Wollen wir etwas trinken?“ (S.82)

 

Es war Nacht. Ich ging nach Hause und zog meinen alten Hausanzug an und stellte mir die Schachfiguren auf und mischte mir einen Steifen uns spielte wieder einmal ein Capablancaspiel nach. Es hatte neunundfünfzig Züge. Ein schönes, kaltes, fühlloses Schachspiel – fast unheimlich in seiner schweigenden Unerbittlichkeit.

Als es zu Ende war, horchte ich eine Weile am offenen Fenster und roch die Nacht. Dann trug ich mein Glas hinaus in die Küche, spülte es aus, füllte es mit Eiswasser, blieb neben dem Wasserhahn stehen, trank es ganz langsam aus und betrachtete dabei im Spiegel mein Gesicht.

„Du und Capablanca!“ sagte ich. (S.188)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Das hohe Fenster / aus dem Amerikanischen übersetzt von Mary Brand, Frankfurt: Ullstein 1973]

 

 

Die Tote im See (The Lady in the Lake, 1943)

 

Ich sah auf meine Uhr. Neun Uhr fünfundvierzig. Zeit zum Nachhausegehen, um die Hausschuhe anzuziehen und eine Partie Schach zu spielen. (S.182)

 

Ich ging hinaus in die Kochnische, mixte drei Drinks, brachte sie herein und reichte den beiden ihr Glas. Meins behielt ich in der Hand und setzte mich damit in den Sessel neben dem Schachtisch.

[…]

Kingsley warf mir den Umschlag herüber, er fiel auf den Schachtisch. Ich schaute hinein. Es war wirklich Gld. Soweit stimmte die Geschichte. Ich ließ es auf dem kleinen polierten Tisch mit seinen braunen und blaßgoldenen Quadratfeldern liegen. (S.198f.)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Die Tote im See / neu übersetzt von Hellmuth Karasek, Zürich: Diogenes 1981]

 

 

Die kleine Schwester (The Little Sister, 1949)

 

„Ich spiele nicht Karten. Lieber Schach.“

Er sah rasch auf zu mir. „Warum haben Sie das nicht gleich gesagt? Ich hätte auch lieber Schach gespielt.“ (S.249)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Die kleine Schwester / aus dem Amerikanischen von Walter E. Richartz, Zürich: Diogenes 2000]

 

 

Der lange Abschied (The Long Good-Bye, 1953)

 

Es war eine ruhige Nacht, und das Haus wirkte leerer als gewöhnlich. Ich stellte die Schachfiguren auf und spielte eine französische Verteidigung gegen Steinitz. Er schlug mich in vierundvierzig Zügen, aber ein paarmal brachte ich ihn auch ganz schön ins Schwitzen. (S.16)

 

In meiner Branche gibt es eine Zeit, wo man Fragen stellt, und eine Zeit, wo man seinen Mann schmoren läßt, bis er überkocht. Das weiß jeder Bulle, der ein bißchen was kann. In gewisser Hinsicht ist das wie beim Schach oder beim Boxen. Manche Leute muß man dauernd reizen oder aus der Deckung locken. Manchen dagegen versetzt man einfach einen gezielten Schlag, und den Rest bis zum K. o. Besorgen sie dann selber. (S.24)

 

Nach einer Weile ging ich dann ins Kino … Als ich wieder nach Hause kam, spielte ich einen blödsinnigen Ruy Lopez durch, und auch das war eine öde Sache. (S.90)

 

„Was wollen Sie denn hören? Ich habe eine Lizenz für private Ermittlungen und betreibe das Geschäft schon ziemlich lange. Ich bin ein Einzelgänger, unverheiratet, mittleren Alters und nicht reich. Ich habe schon mehr als einmal gesessen, und ich übernehme keine Scheidungsfälle. Ich schwärme für Alkohol, Frauen, Schach und noch ein paar andere Sachen. ...“ (S.96)

 

Sie legte auf, und ich holte das Schachbrett her. Ich stopfte mir eine Pfeife, ließ die Schachfiguren aufmarschieren, inspizierte sie auf französische Rasur und lose Knöpfe und spielte ein Meisterschaftsturnier durch zwischen Gortschakow und Meninkin, zweiundsiebzig Züge bis zum Remis, ein Musterbeispiel für den Kampf der unwiderstehlichen Streitmacht gegen das unbewegliche Ziel, eine Schlacht ohne Waffen, ein Krieg ohne Blut, und die komplizierteste Vergeudung menschlicher Intelligenz, die sich außerhalb einer Werbeagentur nur finden läßt. (S.192)

 

Ich legte das Schachbrett auf den Kaffeetisch und stellte ein Problem auf, das „Die Sphinx“ heißt. Es ist auf dem Innenspiegel eines Schachbuchs von Blackburn abgedruckt, dem englischen Schachmagier, einem so dynamischen Spieler, wie es ihn vermutlich noch nie gegeben hat, obwohl er´s in dem Kalten-Kriegs-Schach, das heutzutage gespielt wird, wohl nicht mehr weit bringen würde. Das Problem hat elf Züge und verdient seinen Namen. Schachprobleme sind selten auf mehr als vier oder fünf Züge angelegt. Von da ab steigt die Schwierigkeit, sie zu lösen, in fast geometrischer Progression. Ein Problem mit elf Zügen ist der schiere Inbegriff der Tortur.

Von Zeit zu Zeit mal, wenn ich mich ekelhaft genug fühle, stelle ich es mir auf und zermartere mir den Kopf mit neuen Versuchen, die Lösung zu finden. Das ist eine hübsche, stille Methode, in den Irrsinn zu trudeln. Still, weil man nicht einmal schreit. Aber man ist verdammt nahe dran. (S.290f.)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Der lange Abschied / übersetzt von Hans Wollschläger, Zürich: Diogenes 1996]

 

 

Playback (Playback, 1958)

 

Es gibt so viele Büros, die aussehen wie das von Clyde Umney, daß es fast schon zu viele sind. Es war getäfelt mit quadratischen, künstlich gemaserten Sperrholzplatten, die in der Maserung rechtwinklig zueinander versetzt waren, um einen Schachbretteffekt zu erzielen. (S.76)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Playback / neu übersetzt von Wulf Teichmann, Zürich: Diogenes 1996]

 

 

Einsame Klasse (Poodle Springs) fand sich als Fragment in Chandlers Nachlaß. 1989 wurde der Roman von Robert B. Parker vollendet.

 

Es war zu spät, um ins Büro zurückzukehren, und zu früh, um in meinem möblierten Appartement die Wände zu zählen. Vielleicht später. Ich würde eine Schachstellung aufbauen, ein paar Drinks nehmen, meine Pfeife rauchen. Aber nicht jetzt. Wenn ich jetzt anfinge, würde der Abend zu lang. (S.269]

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond / Parker, Robert B.: Einsame Klasse / deutsch von Sven Böttcher, München: Goldmann 1992]

 

 

Auch in einer seiner zahlreichen Kurzgeschichten greift Chandler das Motiv des Schachspiels auf:

 

Blutiger Wind (Red Wind, 1938)

 

Ein Kurzkrimi um den Privatdetektiv John Dalmas, ein Vorgänger Marlowes, der wie dieser Schachprobleme löst.

 

Ich schloß die Tür, warf meinen Hut in einen Sessel und sah zu, wie sie zu einem Tischchen hinüberschlenderte, auf dem ich ein Schachproblem aufgebaut hatte, das ich nicht lösen konnte. Einmal hier drinnen, hinter geschlossener Tür, hatte sie die Panik sie wieder verlassen.

„Sie sind also Schachspieler“, sagte sie, in einem so befangen vorsichtigen Ton, als sei sie gekommen, um meine Briefmarkensammlung zu besichtigen. (S.215)

 

Als er die Tür zuhatte, ließ er mich noch ein Stückchen weiter zurückweichen, ganz langsam, bis ich mit den Beinen an etwas stieß. Sein Blick senkte sich in den meinen.

„Ein Spieltisch“, sagte er. „Irgendein Hornochse hier spielt Schach. Sie?“

Ich schluckte. „Spielen kann man das nicht nennen. Ich mache nur so ein bißchen damit rum.“

„Dazu gehören zweie“, sagte er, und es klang so leise heiser, als hätte ihm einmal ein Bulle mit einem Gummiknüppel auf die Luftröhre geschlagen, bei einer Sitzung im dritten Grad.

„Es ist ein Problem“, sagte ich. „Kein Spiel. Sehn Sie sich die Stellung an.“

„Versteh ich nichts von.“

„Nun, jedenfalls bin ich allein“, sagte ich, und das Zittern meiner Stimme ließ nichts zu wünschen übrig. (S.223f.)

 

Ich trat ihm gegen die rechte Schulter – hart. Die Pistole sprang ihm aus der Hand, schlitterte über den Teppich, unter einen Stuhl. Irgendwo hinter mir hörte ich meine Schachfiguren zu Boden rasseln. (S.228)

 

Ich bückte mich und begann meine Schachfiguren aufzusammeln und in den Kasten zu tun. Ich stellte den Kasten auf den Kamin, drückte ein Bein des Spieltisches wieder gerade, machte eine Weile so rum. (S.232)

 

Ein Zugschalter schnappte, und Licht flammte in der Stehlampe neben dem Sessel auf, hinter dem Schachtischchen, auf dem immer noch ein paar von meinen Figuren verstreut lagen. (S.256)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Der König in Gelb und andere Detektivstories / aus dem Amerikanischen von Hans Wollschläger, Zürich: Diogenes 1994]

 

 

In der autobiographischen Sammlung Die simple Kunst des Mordes äußert sich Chandler zur Person und Persönlichkeit Marlowes. Unter anderem berichtet er:

 

Ich würde nicht sagen, daß sein Schachspiel fast Turnierreife hat. Woher er die kleine in Leipzig erschienene Broschüre mit den Turnier-Partien hat, weiß ich nicht, aber er hängt daran, weil er der kontinentalen Methode der Felderbezeichnung auf dem Brett den Vorzug gibt. (S.289)

 

[zitiert aus: Chandler, Raymond: Die simple Kunst des Mordes : Briefe, Notizen, eine Geschichte und ein Romanfragment / herausgegeben von Dorothy Gardiner und Kathrine Sorley Walker, neu übersetzt von Hans Wollschläger, Zürich: Diogenes 1975]

 

 

Die Figur Marlowes hat viele Autoren gereizt, neue Geschichten um den raubeinigen Privatdetektiv zu schreiben. Das Schachspiel fehlt auch in diesen Stories nicht, z.B.:

 

Raymond Chandler´s Philip Marlowe : 12 neue Philip-Marlowe-Stories von den besten Spannungsautoren der Welt / herausgegeben von Byron Preiss; übersetzt von Helmut Gerstenberger, München: Heyne 1990.

 

Enthält u.a.:

 

Benjamin M. Schutz: Die Blondine mit den schwarzen Augen (S.45-62)

 

Ich hob den Blick von dem Schachproblem, über dem ich mir den Kopf zerbrochen hatte … (S.47)

 

Loren D. Estleman: Das Lied der Pistolen (S.63-83)

 

Ich vertrieb mir die Zeit mit einem kleinen Steckschach, das ich im Handschuhfach neben meiner Luger liegen habe.

Der Läufer war gerade dabei, sich an den Königinbauer heranzumachen, als der Auburn aus dem Tor geschnurrt kam, nach links in die Straße einbog und dicht an mir vorbeirollte. Ich machte mich flach, bis er vorüber war, dann legte ich das Schach zurück, ließ den Motor an und bog hinter ihm auf die Straße. (S.71)

 

W. R. Philbrick: Der leere Ärmel (S.163-183)

 

„Spielen Sie Karten, Mr. Marlowe? Das Ganze hat überhaupt keinen Sinn, wenn sie nicht Karten spielen.“

„Kann ich nicht doch lieber Schach spielen?“

„Poker“, sagte er und nudelte wieder mit der Blume herum. (S.164f.)

 

Sara Paretsky: Der Geber bestimmt den Einsatz (S.184-207)

 

Im Rückspiegel konnte ich Boylston auf seinem Pferd sitzen sehen, reglos wie ein Springer auf einem Schachbrett. (S.195)

 

Francis M. Nevins jr.: Begegnung im Dunkeln (S.239-258)

 

Unter der musikalischen Begleitung der Grillensymphonie zermarterte ich mir den Kopf, mit welchem genialen Schachzug ich dem Matt entgehen konnte... (S.247)

 

 

Zwei Romane, die Marlowe thematisieren:

 

Kristian Lutze: Mein Freund Marlowe : das einsame Leben des Raymond Chandler, Hamburg: Rasch u. Röhring 1988.

 

Fiktive Roman-Biographie über Raymond Chandler, der die Themen seiner Kriminalromane aus seiner Bekanntschaft mit dem Detektiv Philip Marlowe gewinnt. In den Verlauf der Handlung werden viele Zitate aus Chandlers Romanen eingebettet, die dieser, so der Witz des Romans, aus seiner Bekanntschaft mit Marlowe gewonnen hat.

 

Marlowe dachte daran, unterwegs eine Pizza oder ein Chop-suey und etwas zu trinken mitzunehmen un dann einen ruhigen Abend zu Hause zu verbringen. Er könnte eine seiner Lieblingsschachpartien nachspielen, dazu eine Pfeife rauchen und ein Glas trinken. (S.48)

 

Marlowe stand am Fenster und sah zu, wie es im Hinterhof Mittag wurde. Er hielt ein Glas Whiskey in der Hand. Wie immer, wenn er aus dem Fenster sah, geriet er ins Grübeln. Er dachte, daß er langsam in das „mittlere“ Alter kam. Er war mehr als einmal im Gefängnis gewesen. Er mochte Alkohol, Frauen und Schach. (S.148)

 

[Marlowe:] „Spielen Sie Schach?“

„Nicht gut“, antwortete Chandler.

„Macht nichts. Es ist wahrscheinlich sowieso die komplizierteste Vergeudung menschlicher Intelligenz, die sich außerhalb einer Werbeagentur finden läßt. Ich spiele manchmal vor dme Zubettgehen eine Partie nach.“ (S.162)

 

… Aber es war das Apartment, in dem ich leben mußte. Es kam einem Zuhause am nächsten. Es war das einzige, was mir gehörte, das für mich eine Vergangenheit hatte. Nicht viel, ein paar Bücher, Bilder, ein Radio, Schachfiguren, alte Briefe, solche Sachen. (S.171)

 

 

Gerhard Roth: Der grosse Horizont, Frankfurt / Main: Fischer 1981

 

Roman über den Wiener Buchhändler Haid, der nach seiner Scheidung nach Amerika und in die Rolle des Privatdetektivs Philip Marlowe flieht.

 

Als das Gespräch kurz stillstand und Haid an den Satz dachte, daß das Seelenleben von Pflanzen ihn beeinflußte, fragte ihn Friederike, ob er Schach spiele. Haid antwortete ja.

Friederike stellte die Figuren auf und Haid gewann ein Spiel, obwohl er ein schlechter Spieler war. Während des Spiels hatte er den Eindruck, als wollte Friederike mit ihm auf diese Weise sprechen. Sie übersah eine Figur und war ihm, als er die Figur nahm, einen sanften Blick zu. (S.91)

 

 

 

© Martin Ramsauer, 1.6.2013